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Freiwillige Feuerwehr Holtorf
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Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Holtorf

Stand: 09/2011


Auf Anregung mehrerer Einwohner Holtorfs, namentlich des damaligen Gemeindevorstehers Heinrich Hatesaul, Hausnummer 7, und des Doppelmeiers Heitmüller wurde im April 1900 eine Versammlung zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr Holtorf einberufen. Bei dieser Zusammenkunft meldeten sich sogleich 25 Holtorfer Bürger zur Aufnahme. Als "Paten" waren auch einige Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Oyle erschienen.

Im Mai 1900 wurden die Statuten festgesetzt und das 1. Kommando wie folgt gewählt: H. Heitmüller als Hauptmann - H. Hatesaul Hausnummer 10 als stellvertretender Hauptmann - Hermann Hatesaul als Schriftwart und Kassierer - Heinr. Dierks als Spritzenmeister - Heinr. Mahler als stellvertretender Spritzenmeister - Fr. Vogeler als Obersteiger. Mit Datum vom 23. Juni 1900 wurden die Statuten vom Kgl. Landratsamt Nienburg genehmigt und die Feuerwehr als Hilfeorgan der Polizei in Brandfällen obrigkeitlich anerkannt.

Bereits im Jahre 1901 wurde die Freiwillige Feuerwehr mit einer neuen Feuerspritze ausgerüstet. Sie wurde von der Spritzenfabrik Louis Tidow, Hannover für 1406 Mark geliefert.

Ab dem Jahre 1902 wurde in einem Protokollbuch über jede Versammlung oder Zusammenkunft eine Niederschrift verfasst.

Um die Gründung einer Pflichtfeuerwehr, wie es zu dieser Zeit zum Beispiel in der Gemeinde Rohrsen bestand, zu entgehen, wurde vom Kommando alles versucht, die Mitgliederzahl zu erhöhen.

Da Neuaufnahmen gemäß den Gültigen Statuten nur durch die Versammlung möglich waren, wurden allein im Jahre 1902 insgesamt 5 Corpsversammlungen abgehalten, die letztlich dazu dienten, Holtorfer Bürgern den Eintritt in die Feuerwehr zu ermöglichen. Die Versammlungen waren in der Regel mit einer Übung verbunden.

Schon früh wurde die Feuerwehr in das kulturelle Leben der Gemeinde eingebunden. Ab 1902 bot man regelmäßig Theateraufführungen an. Ob diese durch die Mitglieder der Feuerwehr Holtorf selbst dargeboten wurden, ist nicht überliefert. Auch die Festlegung eines Vereinslokals wurde bereits 1902 als Tagesordnungspunkt diskutiert.

Im April 1904 wechselte das erste Mal die Führungsspitze. Für Hauptmann Heitmüller wurde H. Hatesaul, Hausnummer 10, gewählt. Stv. Hauptmann wurde Hartje II.

Im August 1905 wurde das 5jährige Stiftungsfest gefeiert. Da es zu dieser Zeit in Holtorf bereits drei Gastwirtschaften gab, sollte das Stiftungsfest bei dem Wirt abgehalten werden, der sich bereit erklärte, das meiste seines Verdienstes an die Wehr abzugeben. Wer den Zuschlag erhalten hat, ist nicht überliefert. Als Gäste wurden die Freiwilligen Feuerwehren Nienburg, Oyle und Haßbergen sowie sämtliche hiesigen Vereine eingeladen.

1906 wurde der Fuhrpark der Feuerwehr um einen Schlauchwagen erweitert. Dieser wurde von dem Obersteiger und Schmiedemeister Fritz Vogleler gebaut. Über die Kosten gibt es keinen Nachweis.

Die nächste Anschaffung wurde 1909 erwähnt. Offenbar hatte der Hauptmann damals schon Schwierigkeiten, sich bei den Versammlungen Gehör zu verschaffen.

So wurde von mehreren Kameraden eine Glocke beantragt. Kamerad Flebbe erbot sich, der Wehr eine Glocke zu schenken. Gleichzeitig wurde die Beschaffung einer Hupe für das Spritzenhaus beschlossen.

Da das 10jährige Stiftungsfest bevorstand, sollte im Sommer das Exerzieren an den "Geräthen schon feste geübt werden". Dem Hauptmann wurde anheim gestellt, etwas energischer vorzugehen.

Ältestes vorhandenes Foto der Freiwilligen Feuerwehr Holtorf
Ältestes vorhandenes Foto der Freiwilligen Feuerwehr Holtorf


Zu dem Stiftungsfest wurden neben den Holtorfer Vereinen die Freiwillige Feuerwehr Nienburg, Oyle, Verden, Haßbergen, Rehburg, Steyerberg, Leese, Stolzenau, Bücken und Hoya sowie die Pflichtfeuerwehren Erichshagen, Drakenburg, Heemsen und Rohrsen eingeladen. Dieses Stiftungsfest muss aus finanzieller Sicht ein Minusgeschäft gewesen sein. Es wurde zwar von den Teilnehmern ein "Entree" von 0,20 Mark erhoben. Diese Einnahme wird aber nicht für die Deckung der Kosten ausgereicht haben. Auf der Versammlung nach dem Stiftungsfest am 21.05.1910 mussten alle Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Holtorf 0,50 Mark in die Wehrkasse einzahlen.

1910 wurden das erste Mal der Bataillonstambour und die Pfeifer erwähnt. Einige Feuerwehrkameraden marschierten nach einer Übung oder Versammlung vom Gastwirt Block mit Tambour und Pfeifer zum neuen Gastwirt Mayn und mussten dafür eine empfindliche Strafe zahlen.

Älteste Holtorfer Handdruckspritze
Älteste Holtorfer Handdruckspritze


Im Jahre 1911 trat die Feuerwehr Holtorf der Verbandssterbekasse bei. In einem Protokoll vom 25.11.1911 wurde das erste Mal über ein Großfeuer auf der Wilhelmshütte berichtet. Der Hauptmann rügte, dass nicht alarmiert worden war, obwohl das Feuer von einigen Feuerwehrkameraden gesehen wurde.

Da die eingeteilten Hornisten wahrscheinlich nicht alle in der Lage waren, die vorschriftsmäßigen Signale zu blasen, wurde beschlossen, die Hornisten gemeinsam üben zu lassen und bei Übungen den Feuerwehrkameraden die Signale vorzublasen.

1912 erhielt die Feuerwehr eine neue Uniform, die aus einer sogenannten Litewka bestand. Jeder Kamerad bekam den Stoff geliefert. Die Zutaten wie Knöpfe, Abzeichen, Paspelierung und Schneiderlohn hatte jeder selbst zu bezahlen. Das Ehrenmitglied Hatesaul Nr. 1 + 2 spendete zur Beschaffung dieser Uniform einen Geldbetrag von 200,00 Mark. Neben der Uniform hatte die Feuerwehr auch Kosten für Löschgeräte selbst zu tragen. So wurde oft beschlossen, die Anschaffung von Ausrüstungsgegenständen zurückzustellen, bis die Kameradschaftskasse in der Lage war, die Notwendigen Kosten zu übernehmen. Auf Antrag wurde von der Gemeinde dann ein Zuschuss bewilligt, der laut den vorliegenden Unterlagen nie mehr als 100 Mark betrug.

Der I. Weltkrieg zwang auch die Feuerwehr Holtorf, ihre Aktivitäten auf ein Minimum zu reduzieren. Die letzte Versammlung fand am 18. April 1914 statt. Der bis zu diesem Zeitpunkt amtierende Schriftführer H. Siedenberg wurde als erster zum Kriegsdienst einberufen. Somit gibt es keine Unterlagen über den Zeitraum von 1914 bis 1919. Auf der ersten Versammlung nach dem Kriege, am 27. April 1919, ist dies vom Schriftführer bemängelt worden. In einem Nachtrag im Protokollbuch wurde vermerkt, dass für die Zeit des Krieges kein Protokoll und auch kein Kassenbuch geführt worden ist.

Trotzdem haben die damaligen Kameraden schon Weitblick gezeigt. Auf dieser Versammlung wurde die eigene Sterbekasse gegründet und ein Beitrag von 3 Mark festgelegt. Beim Tode eines Kameraden, erhielt die Ehefrau 150,00 Mark aus dieser Sterbekasse. Im Jahre 1922 wurde der Beitrag auf 10,00 Mark und die Leistung aus der Sterbekasse auf 300,00 Mark erhöht.

Im Jahre 1920 wurde im Hotel "Kanzler" in Nienburg die Gründung des Kreisfeuerwehrverbandes beschlossen. Das Kommando der Freiwilligen Feuerwehr Holtorf beteiligte sich an der Gründung.

Das Jahr 1923 war durch Inflation gekennzeichnet. Die Versammlung am 22.04.1923 beschloss daher, den Mitgliederbeitrag auf 600 Mark, den Beitrag zur Sterbekasse auf 1.000 Mark und die Auszahlung aus der Sterbekasse auf 50.000 Mark zu erhöhen. Am 02.10.1923 wurde der Jahresbeitrag auf 3 Millionen Mark, der Beitrag zur Sterbekasse auf 1,50 Millionen Mark erhöht. Die Strafen, die Feuerwehrkameraden für unentschuldigtes Fehlen oder Zuspätkommen zahlen mussten, wurde in der sogenannten Bierwährung berechnet. Der Wert entsprach, was an dem Tag 2 Glas Bier kosteten.

1925 wurde das erste Mal die Gründung einer Feuerwehrkapelle erwähnt. Da kein Leiter für die Kapelle zur Verfügung stand, wurde dieser Punkt zurückgestellt. Auf der 1. Versammlung im Jahre 1926 wurden die neuen Statuten genehmigt.

Paragraph 1 dieser Statuten lautete:

Die Freiwillige Feuerwehr ist ein Verein gesunder, kräftiger Männer, welche die Ehrenpflicht übernehmen:

1. sich durch regelmäßige Übungen, bei militärischer Disziplin die Gewandtheit, den Mut und die Ruhe anzueignen, welche nötig sind, um bei Feuersgefahr möglichst rasch und in zweckmäßiger Weise Hilfe leisten zu können;
2. Bei Brandfällen den Feuerlöschdienst zu übernehmen. Letzterer muss in erste Linie in der Gemeinde Holtorf einschließlich Wilhelmshütte, in zweiter Linie - die Genehmigung des Gemeindevorstehers vorausgesetzt - auch in den Nachbarorten geleistet werden. Beim Gewitter muss immer ein Teil der Feuerwehr im Orte bleiben.

Diese Statuten hatten bis 1934 Ihre Gültigkeit. Ab 1934 mussten die Freiwilligen Feuerwehren in das Vereinsregister eingetragen werden. Eine Mustersatzung, herausgegeben vom Minister des Inneren, wurde als Satzung für alle Feuerwehren befohlen. Die Feuerwehren wurden von einem Wehrführer und einem Führerrat geführt. Als erster Wehrführer wurde Hatesaul 1 + 2 gewählt. Damit löste er den amtierenden Brandmeister Hatesaul (Heitmeier) nach 30jähriger Amtszeit ab.

Erstes Kraftfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Holtorf (Eigenbau)
Erstes Kraftfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Holtorf (Eigenbau)


Da es auch das Kommando im bisherigen Sinne nicht mehr gab, wurde der Wehrführer der langjährige Kassierer und Schriftwart Heinrich Siedenberg und der Brandmeister D. Tegtmayer als provisorischer Führerrat zur Seite gestellt. Ob hier auch politische Gründe eine Rolle gespielt haben, ist nicht überliefert. Die politische Veränderung macht auch nicht vor den Freiwilligen Feuerwehren halt. Obwohl aus den Aufzeichnungen immer wieder zu lesen ist, die Politik aus der Feuerwehr auszuschließen, ist dies nur teilweise gelungen.

Ab 1935 wurden Versammlungen und Übungen mit einem "Heil auf dem Führer" und dem Singen des Deutschlandliedes und des Horst-Wessel-Liedes beendet.

Auf der am 22. April 1939 stattgefundenen Generalversammlung wird das erste Mal über Arbeiten am neuen Spritzenhauses berichtet. Die Übergabe an die Feuerwehr hat wahrscheinlich im Kriegsjahr 1943 stattgefunden.

Am 12.11.1939 fand wahrscheinlich die erste Übung nach Ausbruch des 2. Weltkrieges statt. Nach Beendigung der Übung wurden für die eingezogenen Feuerwehrkameraden Pakete gepackt. Wie viele Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Holtorf bereits eingezogen waren, ist nicht überliefert. Ab 1943 unterstanden die Feuerwehrkameraden der SS-Polizeigerichtsbarkeit, und während des Feurwehrdienstes unterlagen alle Handlungen den Militärgesetzen. 1943 gedachte man bei der Generalversammlung dem ersten Feuerwehrkameraden, der als Soldat sein Leben lassen musste. Diese Versammlung war die letzte, die bis zum Ende des Krieges stattgefunden hat. Übungen wurden ebenfalls nicht mehr abgehalten.

Im April 1946 berief der damalige Wehrführer Hatesaul, der jetzt wieder den Titel Gemeindebrandmeister hatte, die Kameraden zu einer Versammlung ein. Auf dieser Versammlung wurde vom Kreisbrandmeister eine Gebrauchte Motorspritze (TS 8) aus Wehrmachtsbeständen an die Feuerwehr übergeben.

Aus dem Protokoll dieser Versammlung geht außerdem hervor, dass die Wehr bereits im März 1946 einen "Gemütlichen" gefeiert hat. Nach mündlicher Überlieferung wurden die geistigen Getränke von den Kameraden mitgebracht. Hier handelte es sich um ausgesuchte, selbst hergestellte Ware. Auch über den ersten Brand nach dem Kriege bei dem Landwirt Bödeker wurde gesprochen. Mehrere junge Leute, so das Protokoll, unterstützen die Wehr und es wurde beschlossen, junge Kräfte in die Wehr aufzunehmen.

Im Oktober 1946 sah sich der damalige Brandmeister gezwungen, eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen. Die Beteiligung an den erforderlichen Übungen war so schlecht geworden, dass ein Strafgeld von 1 RM festgelegt wurde. Bei Zahlungsverweigerung erfolgte Ausschluß aus der Wehr. Bei 5-maligem unentschuldigtem Fehlen erfolgte ebenso der Ausschluß aus der Wehr.

1948 wählte die Freiwillige Feuerwehr Holtorf ihren vierten Brandmeister. Gewählt wurde Wilhelm Ripke, der schon ein Jahr kommissarisch die Aufgaben des Brandmeisters übernommen hatte.

Im Jahre 1948 wurde zum ersten Mal von der Feuerwehr der Sylvesterball organisiert. Jeder Feuerwehrkamerad durfte 2 Gäste mitbringen. Als Eintritt wurde 1 DM verlangt.

Vom 19. bis 21. August 1950 feierte die Freiwillige Feuerwehr ihr 50jähriges Jubiläum. Höhepunkt dieses Festes war der Umzug mit den benachbarten Feuerwehren und den ortsansässigen Vereinen durch den Ort. Eine Löschdemonstration auf dem Sportplatz schloss sich an. Sonntag nachmittag wurden die Kinder vom Schulhof zum Kindertanz abgeholt. Abend spielte dann die Feuerwehrkapelle zum Festball, der bis in die frühen Morgenstunden dauerte.

Auf der Generalversammlung 1956 mahnte der damalige Brandmeister Wilhelm Ripke die Gemeinde zur Beschaffung einer neuen Motorspritze, da er sonst für den Brandschutz jede Verantwortung ablehnen müsse.

Ausgezeichnete Feuerwehrkameraden anläßlich des 50jährigen Jubiläums
Ausgezeichnete Feuerwehrkameraden anläßlich des 50jährigen Jubiläums.


50 Jahre Freiwillige Feuerwehr Holtorf
50 Jahre Freiwillige Feuerwehr Holtorf


Eine neue Motorspritze wurde im Januar 1957 beschafft und sollte der Wehr in Sebbenhausen am Kanal vorgeführt werden. Bei dieser Vorführung versagte jedoch das Gerät. In der Werkstatt des Autohauses Kaune wurde im Beisein des Brandmeisters die Motorspritze untersucht. Es wurde letztlich festgestellt, dass Sand in der Spritze die Ursache des Versagens gewesen sein soll.

Erste Tragkraftspritze 1957
Erste Tragkraftspritze 1957


Auf der Jahreshauptversammlung 1962 ging die Ära Wilhelm Ripke zu Ende. Für seine Verdienste um das Löschwesen in der Gemeinde Holtorf wurde Wilhelm Ripke vom Bürgermeister Hermann Büscher zum "Ehrenbrandmeister in Uniform" - so das Protokoll - ernannt. Als neuer Gemeindebrandmeister wurde sein Sohn Heinrich Ripke gewählt

1963 war für die Holtorfer Feuerwehr ein besonders ereignisreiches Jahr. Die Gemeinde Holtorf hatte die schon lange überfälligen Fahrzeuge angeschafft. Am 16.02.1963 wurde ein Gerätefahrzeug (TSFT) und ein Mannschaftstransportwagen übergeben. Hierdurch erhöhte sich die Schlagkraft der Wehr.

Am 30. Juli 1966 erhielt die Feuerwehr nach einem Umzug durch die Gemeinde ein neues Tanklöschfahrzeug. Die Übergabe war mit einer Vorführung verbunden. Hier wurde gezeigt, wie man Feuerpatschen, einer Tragkraftspritze und dem neuen Tanklöschfahrzeug Brände bekämpft. Zahlreiche Holtorfer Einwohner verfolgten die Demonstration ihrer Feuerwehr.

1963 wurde dieses Gerätefahrzueg (TSFT) von der Gemeinde Holtorf an die Freiwillige Feuerwehr übergeben
1963 wurde dieses Gerätefahrzueg (TSFT) von der Gemeinde Holtorf an die
Freiwillige Feuerwehr übergeben


Auf der Jahreshauptversammlung am 23.01.1971 wurde mit großer Mehrheit der anwesenden Feuerwehrkameraden die Gründung der Jugendfeuerwehr Holtorf beschlossen. Ein Jahr später konnte der Jugendwart bereits über steigende Mitgliederzahlen berichten.

Am 22.01.1972 übergab Brandmeister August Hüttmann der Freiwilligen Feuerwehr Holtorf eine neue Tragkraftspritze. Bei dieser Gelegenheit bedankte sich Brandmeister Heinrich Ripke bei Rat und Verwaltung der Gemeinde Holtorf. Er hob noch einmal hervor, dass nicht alle Gemeinden im Kreis Nienburg immer ein offenes Ohr für die Belange der Feuerwehr hätten. Hier in Holtorf könne aber davon nicht die Rede sein. 1974 gab es entscheidende Veränderungen für das Feuerlöschwesen. Der Gebietsänderungsvertrag fasste die 4 Ortswehren Nienburg, Langendamm, Erichshagen und Holtorf zur Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Nienburg zusammen. Zum Stadtbrandmeister wurde Hans Georg Hansen gewählt.

Die einzelnen Ortswehren wurden bzw. werden von Ortsbrandmeistern geführt. Somit konnte bzw. kann der Stadtbrandmeister auf eine schlagkräftige Feuerwehr in der Stadt Nienburg zurückgreifen. Anfängliche Schwierigkeiten wurden schnell überwunden. Das kameradschaftliche Miteinander zeichnete sich bei Einsätzen und Veranstaltungen aus.

Nom 09. Bis 11. Mai 1975 feierte die Wehr ihr 75jähriges Jubiläum. Dieses Fest wurde von den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr und den Holtorfer Einwohnern wie ein Familienfest begangen. Die gemeinsame Begegnung stand dabei im Vordergrund.

Am 29.11.1980 übergab Ortsbürgermeister August Hüttmann der Freiwilligen Feuerwehr ein neues Löschfahrzeug (TSF 8). Es löste das im Jahr 1963 beschaffte Löschfahrzeug (TSFT) ab. Durch diese Neuanschaffung war die Erweiterung des Gerätehauses erforderlich. Die Aus- und Umbauten begannen im Herbst 1983. Die meisten Arbeiten wurden von den Angehörigen der Feuerwehr selbst geleistet. Am 15. April 1984 wurde das erweiterte und renovierte Feuerwehrgerätehaus übergeben. Somit konnte auch das Tanklöschfahrzeug, das beim Gastwirt Krüger untergestellt war, ins Gerätehaus zurückkehren.

Das Jahr 1987 brachte für die Holtorfer Feuerwehr einen einschneidenden Personalwechsel. Am 01.08.1987 wurde Heinrich Ripke, der von 1962 bis zu 31.07.1987 die Geschicke der Wehr geleitet hatte, in den "Ruhestand" versetzt.

Über 25 Jahre versah er seinen Dienst als Gemeindebrandmeister, Ortsbrandmeister und stellvertretender Stadtbrandmeister. Er hat die Wehr durch sein Wirken geprägt. Zu seinem Nachfolger wurde Gerhard Behrens gewählt.

1989 konnte der junge Brandmeister ein neues Löschfahrzeug übernehmen. Da sich die Aufgaben der Holtorfer Feuerwehr als Stützpunktfeuerwehr geändert hatten, wurde ein LF 8 beschafft. Jetzt hatte man die Möglichkeit, mit einer Gruppe im Fahrzeug auszurücken. Dadurch wurde die Einsatzbereitschaft und Schlagkraft wesentlich erhöht. Außerdem konnte jetzt zusätzliches Gerät, zum Beispiel Stromaggregat, mitgeführt werden.

2 Jahre später, 1991, wurde der VW - Mannschaftsbus, der 29 Jahre nie seinen Dienst versagte, durch einen Ford - Bus ersetzt. Zum Kauf dieses Fahrzeuges wurden erhebliche finanzielle Mittel von der Freiwilligen Feuerwehr Holtorf selbst getragen.

1995 musste die Wehr aus ihren Reihen einen neuen Ortsbrandmeister wählen. Mit Friedrich Schmädeke stellte sich ein Feuerwehrkamerad zur Verfügung, der als stellvertretender Ortsbrandmeister bereits seine Führungsqualität bewiesen hatte. Er wurde mit großer Mehrheit als 7. Brandmeister der Holtorfer Feuerwehr gewählt.

Im Jahr 2000 jährte sich zum 100. Mal der Gründungstag der Freiwilligen Feuerwehr Holtorf. Ortsbrandmeister Friedrich Schmädeke konnte zu diesem Jubiläum ein neues TLF 16/24 vom Nienburger Bürgermeister in Empfang nehmen. Bei dieser Feier fanden die Kreiswettkämpfe in Holtorf statt.

Im Rahmen einer Alarmübung wurde im Jahr 2003 der Freiwilligen Feuerwehr Holtorf eine neue Tragkraftspritze TS 8/8 übergeben.

Auf dem Kinderfest im Jahr 2004 konnte ein neuer MTF in dienst gestellt werden, dieser wurde zu Großteil von der Freiwilligen Feuerwehr Holtorf selbst und durch Spenden finanziert.

Auf der Generalversammlung 2008 wurde der bisdahin stellvertretene Ortsbandmeister Udo Kowalzik zum Ostsbrandmeister gewählt. Neuer stellvertretender Ortsbandmeister wurde Oliver Werfelmann.

Lange hat die Freiwillige Feuerwehr Holtorf dafür gekämpft ein neues Gerätehaus zu bekommen, da das bestehende Gerätehaus zu kein geworden ist und nicht mehr den aktuellen Sicherheitsansprüchen gerecht wird. Eine Erweiterung des bestehenden Gerätehauses ist auf dem Grundstück nicht möglich. Im Jahr 2010 erfolgte der Baubegin auf dem Schulhof der ehemaligen Holtorfer Grundschule. Die Schlüsselübergabe für das neue Feuerwehrhaus fand am 25.08.2011 statt.

Am 29. Oktober 2010 konnte die Grundsteinlegung gefeiert werden.
Am 29. Oktober 2010 konnte die Grundsteinlegung gefeiert werden.


Am 07.-09.10.2011 wurde das 111 jährige Jubiläum der Feuerwehr Holtorf und die Einweihung des neuen Feuerwehrhauses mit Kinderfest gefeiert. An diesem Festwochenende waren auch unsere Freunde der Feuerwehren aus Au und Wümbach bei uns zu Gast. Viele befreundete Vereine und Feuerwehren aus dem Kreis waren am Kommersabend bei uns.


Die Aufgaben der Wehr haben sich im Laufe der Zeit zwar verändert, die Bereitschaft aber, Menschen in Not und Gefahr zu helfen, ist geblieben. Diese Hilfsbereitschaft spiegelt sich heute wie vor hundert Jahren in den Mitgliederzahlen unserer Freiwilligen Feuerwehr Holtorf wieder.
Daraus kann man schließen:
Solange Holtorfer Bürgerinnen und Bürger bereit sind, ihre Freizeit und manchmal auch ihre Gesundheit für den nächsten zu opfern, solange wird es die Freiwillige Feuerwehr Holtorf geben.