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Freiwillige Feuerwehr Holtorf
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Die Geschichte des Feuerwehrmusikzugs der Freiwilligen Feuerwehr Holtorf

Stand: 12/2011


"Alea iacta est" (Die Würfel sind gefallen), dieser Ausspruch mag für einige Feuerwehrkameraden im Jahre 1925 das erlösende Motto gewesen sein, als die Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Holtorf am 09. August 1925 nachweislich verlauten ließ "..., die Musikinstrumente sind da und wurden bereits verteilt.", denn zuvor bedurfte es mehrerer Anläufe die Feuerwehrkapelle zu gründen. So ist in einem Versammlungsprotokoll vom 03.01.1925 zu lesen und zu folgern, dass zur Gründung einer Feuerwehrkapelle offensichtlich eine ausreichende Zahl an Musikern zur Verfügung stand, jedoch es mit der Besetzung der Position des Kapellmeisters einige Schwierigkeiten gab.

Dass die Stimmung der zur Verfügung stehenden Musiker euphorisch gewesen sein musste, lässt der Nachtrag zur Versammlungsniederschrift -der unter dem Gesichtspunkt der damaligen wirtschaftlichen Verhältnisse beurteilt werden sollte- erahnen: "Diejenigen Kameraden, welche dem Musikchor angehören, haben 20 Mark zu deponieren. Sie erhalten dieselben nach 5 Jahren zurück. Sollten sie aus der Kapelle früher austreten, so sind die 20 Mark der Wehr verfallen."

Wie bereits erwähnt, wurden alle Mühen belohnt und unter der Leitung des Kameraden Koch stand nunmehr der Freiwilligen Feuerwehr Holtorf ein eigener Musikzug zur Verfügung.

"Was lange währt, wird endlich gut" konnte auch auf den damaligen Musikzug übertragen werden, denn bereits nach einer relativ kurzen Zeitspanne seit dem Bestehen des Zuges, stellte die Musikkapelle auf der Versammlung am 24.01.1926 folgenden Antrag: "Die Wehr möge am 2. Ostertag ein Vergnügen abhalten. Die Musik wollen sie gratis machen." Dieser Vorschlag wurde unmittelbar angenommen und ohne große Umschweife umgesetzt.

Somit zeigte die Feuerwehrkapelle Holtorf auch nach außen Präsenz und etablierte sich in der musikalischen Szene jener Zeit. Das damalige Repertoire der Musiker belief sich vornehmlich auf Märsche, Walzer, Polka und Choräle, wie aus dem heute noch vorhandenen Notenmaterial ersichtlich ist. Das Studium dieser Musikstücke wurde so beflissen betrieben, dass die "Herren Musiker" andere Verpflichtungen ignorierten. So ist in einem Protokoll vom 18.04.1926 zu entnehmen, dass Tagesordnungspunkte zurückgestellt werden mussten, da " …, die Kameraden der Musikkapelle noch nicht von der Übungsstunde da waren. "

Unter der Leitung des Kameraden Koch wurde bis zum Jahre 1933 musiziert. Am 27.06.1933 erwähnte dann das Protokoll der Generalversammlung erstmals den Bahnbeamten Wilhelm Nolte als Kapellmeister. Nach diesem Ereignis wurden die Aufzeichnungen über den Musikzug in den Protokollen spärlicher; nur eine Eintragung vom 11.03.1937 gibt darüber Auskunft, dass die Kapelle und der Pfeiffer- und Tambourchor auf der Generalversammlung "noch ganz besonders für kameradschaftliche Unterhaltung sorgten". Während der Kriegszeit bestand die Feuerwehrkapelle zwar als Verband, jedoch war der musikalische Alltag ein anderer. Geübt wurde nur, soweit es die Umstände ermöglichten und man musizierte lediglich auf Versammlungen und zu Beerdigungen. Andere öffentliche Auftritte fanden in dieser Zeit nicht statt.

Eine drastische Wende brachte jedoch das Jahr 1946; die Musiker der Kapelle fanden sich wieder und sorgten in der schweren Zeit für etwas Lebensfreude, so wussten es Zeitzeugen zu berichten. Schriftliche Überlieferungen aus dieser Zeit liegen nicht vor. Ein erstes bildliches Dokument wurde beim 50-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Holtorf aufgenommen. Dieses Bild gibt Aufschluss über die personelle Stärke und die instrumentale Zusammensetzung unter der Leitung des Kapellmeisters Nolte.

Ältestes vorhandenes Foto der Musikkapelle beim 50-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Holtorf
Ältestes vorhandenes Foto der Musikkapelle
(beim 50-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Holtorf)


Klangerlebnisse wie im Konzerthaus wurden mit der Besetzung sicherlich nicht erzielt. Jedoch waren die Holtorfer Feuerwehrkameraden mit der Musik dermaßen einverstanden, dass Kapellendiskussionen bei den Silvester- und Feuerwehrbällen nicht auftraten. Denn es war selbstverständlich, dass die Feuerwehrkapelle Holtorf zu den ständig ausverkauften Veranstaltungen spielte.

Der Kapellmeister W. Nolte führte und prägte den Musikzug 35 Jahre lang und legte sein Amt aus Altersgründen im Jahre 1968 nieder und übergab die Kapellenführung an den Trompeter W. Engelbart. Der Kamerad Engelbart strukturierte den Musikzug in relativ kurzer Zeit um und erweiterte das Repertoire neben der herkömmlichen Blasmusik auf Tanz- und Unterhaltungsmusik. Instrumente wie Orgel, Gitarre und Saxophon rundeten die musikalischen Vorträge ab. Mit diesem neuen Sound konnte man nunmehr seine Aktivitäten erweitern; Volksfeste und private Feiern gehörten seitdem auch zu den Veranstaltungen zu denen die Kapelle aufspielte.

Nach 18 Jahren erachtete es der Musikzugführer W. Engelbart als wichtig, die Kapellenführung zu übergeben. So setzten die Musiker auf der Generalversammlung am 18.01.1986 ihr Vertrauen in den Kameraden K. Frederking, dass dieser mit seinen weit über 20-jährigen musikalischen Erfahrungen die Kapelle zeitgemäß weiterführen würde. Diese Hoffnung bestätigte sich erwartungsgemäß. Unter dem Motto "kein Stück ist zu schwierig, kein Auftritt ist zu weit und keine Veranstaltung ist zu groß" führte Knut Frederking die Kapelle bei zahlreichen Festivitäten.

Ein weiterer nachhaltiger Wandel innerhalb des Feuerwehrmusikzuges Holtorf vollzog sich mit der Jahrtausendwende. Seit diesem Zeitpunkt gibt es eine organisatorische und eine musikalische Leitung des Zuges. Knut Frederking führt und repräsentiert den Musikzug wie gewohnt, jedoch für die musikalische Leitung und für die Kapellentechnik zeichnet nunmehr Hans-Hermann Kohrs verantwortlich.

An dieser Stelle möchten wir mit der Chronik enden; denn ob die Weichen richtig gestellt wurden, wird Ihnen die kommende Musikergeneration mitteilen.

Wir danken für Ihr gezeigtes Interesse am Feuerwehrmusikzug Holtorf!